Mit dem Stärkungspakt hilft das Land NRW gezielt den Kommunen, die bereits überschuldet oder akut von Überschuldung bedroht sind. Dazu werden 2011 bis 2020 jeweil 350 Mio. € zur Verfügung gestellt. Die Verteilungsmasse steigt auf über 8,2 Mia. €. Die Hilfe wird in 2 Stufen gestaffelt:
Stufe 1:
Kommunen, die akut von Überschuldung betroffen sind oder bei denen eine solche bis zum Jahr 2013 zu erwarten ist, werden ab 2011 unterstützt. Es handelt sich um 6 kreisfreie Städte und 28 kreisangehörige Kommunen. Odenthal gehört nicht dazu.
Stufe 2:
Ab 2012 können Kommunen dazukommen, denen bis 2016 Überschuldung droht. Die Gemeinden können ihre Teilnahme beantragen. Dabei erfolgt die Aufteilung der Mittel nach der Höhe der Defizite in den Jahresabschlüssen 2009 und 2010. Der Haushaltsausgleich muss bis spätestens zum Haushaltsjahr 2017 erreicht sein.
Überdurchschnittlich "finanzstarke" Kommunen sollen zwischen 2014 und 2020 eine Solidaritätsumlage - genannt Abundanzumlage - in Höhe von jährlich zusammen 195 Mio. EUR zahlen. Nach Innenminister Jäger sind für die Berechnung ab 2014 die Finanzdaten des II. Halbjahres 2012 und des I. Halbjahres 2013 maßgeblich. Damit wird die Finanzierung finanzschwacher Kommunen im Wesentlichen durch "finanzstärkere" Kommunen aufgebracht und belastet dort zusätzlich deren Haushaltsausgleich.
Die Gemeinde Odenthal ist voraussichtlich auch davon betroffen. Sie muss möglicherweise eine Abundanzumlage zahlen. Die Kriterien zur Berechnung der Umlage sind laut Innenministerium noch nicht bekannt. In Absprache mit der Kommunalaufsicht erfolgen in der Odenthaler Finanzplanung 2014 und 2015 keine Veranschlagungen.

